Geschichte

Die Geschichte der Trachtenmusikkapelle Großgmain

Das Gründungsjahr der Musikkapelle konnte nicht eindeutig festgestellt werden. Die ersten Hinweise über die Musikkapelle gehen aus den Statuten des Veteranenvereins vom 12. Mai 1878 hervor, wo unter §13 der Verein mit Fahne und Musik jeden Osterdienstag den verstorbenen Veteranen gedenkt. Aus der Gemeindechronik ist zu entnehmen, dass am 20. April 1879 die Bürger durch die Klänge der Veteranenmusik, die zu Ehren der Silberfeier des österreichischen Kaiserpaares spielten, geweckt wurden.

Im Jahre 1948 löste sich die Kapelle beinahe auf, da vorerst niemand bereit war, die Leitung zu übernehmen. Auf Betreiben von Mathias Vitzthum übernahm im selben Jahr Ignaz Joiser die Kapelle, wodurch diese einen großen musikalischen Aufschwung erlebte. Im Jahr 1951 wurde die Einkleidung der Musiker mit einem "Salzburger Trachtenanzug" organisiert.

Ignaz Joiser bildete gemeinsam mit Stettner Heini sen. auch die jungen Musiker selbst aus und sorgte so für einen umfangreichen und guten Klangkörper. So wurden sowohl in Großgmain als auch in Bischofwiesen einige Konzerte im Jahr gespielt. Es kam daher zu einer Vielzahl von Ausrückungen auch in Bayern. Eine Grenze gab es für die Musikkapelle Großgmain auch damals schon nicht.

Aus gesundheitlichen Gründen musste Ignaz Joiser die Kapellmeistertätigkeit jedoch nach 33 Jahren 1981 zurücklegen und spielte dann noch als Klarinettist und Hornist bis 1996 (50 Jahre Mitglied) mit. Die organisatorischen Aufgaben (Kassier, Schriftführer, Notenwart etc.) wurden ab 1949 (Kassier bis 1992) von Heinrich Schrofner übernommen.

1982 leitete Kapellmeister Heinrich Stettner jun. die Kapelle, den seine musikalische Laufbahn als Musikpädagoge aber bereits 1983 nach Mondsee verschlug. Von 1983 an wurde die Kapelle bis 1997 von Herbert Vötterl sen. musikalisch geleitet.

Nach langwierigen Bemühungen wurde auf Betreiben des Kapellmeisters Vötterl 1991 von der Gemeinde unter Bürgermeister Pögl endlich ein eigener Proberaum mit Unterrichtsräumen für das Salzburger Musikschulwerk, im Rahmen der Kindergartenerweiterung geschaffen. Nach der 5-jährigen Doppelfunktion als Kapellmeister und Obmann übernahm die organisatorischen Aufgaben von Herbert Vötterl sen. 1988 Johann Wiendl, 1992 Wolfgang Navratil, 1995 Harald Vötterl, 1998 Dipl. Ing. Wolfgang Joiser und 2003 Thomas Baumgartner, der auch schon beim vorangegangenen 125-jährigen Bestandsjubiläum als Festobmann fungiert hat.

1997 legte Herbert Vötterl den Taktstock nach 25-jähriger Vereinsführung (15 Jahre Obmann/15 Jahre Kapellmeister) zurück und die Kapelle wurde ab 1998 bis 2002 von seinem Sohn Harald Vötterl geleitet. Herbert Vötterl ist seitdem Ehrenkapellmeister der TMK Großgmain.

Im Februar 2002 hatte die Trachtenmusikkapelle Großgmain mit Agnes Gerl die erste Kapellmeisterin im Flachgau. Die besonderen Errungenschaften unserer Kapellmeisterin waren die Gründung der Jugendmusikkapelle und die Einführung des Herbstkonzertes im Oktober. Da Agnes Gerl im Juli 2005 Nachwuchs bekommen hat, legte Sie Ihr Amt mit dem Muttertagskonzert am 6. Mai 2005 nieder.

Ihr folgte Harald Vötterl als Kapellmeister nach, der schon vorher dieses Amt innehatte. Harald legte jedoch aus Zeitgründen das Amt 2006 nieder und fungiert derzeit als Kapellmeisterstellvertreter.

Ab Jänner 2007 war Mag. Klaus Schellander unser neuer Kapellmeister, der zugleich Lehrer für Posaune und Tenorhorn am Musikum Salzburg und Dozent an der Universität Mozarteum ist.

Ende 2010 musste jedoch Klaus das Amt des Kapellmeisters ebenfalls aus Zeitgründen niederlegen und Harald Vötterl erklärte sich bereit diese Funktion erneut zu übernehmen.

Durch einen schweren Unfall unseres Kapellmeisters bedingt, wurde der bisherige Stellvertreter Josef Reisbacher, zum neuen Kapellmeister bestimmt und leitet somit seit Februar 2012 die musikalischen Geschicke der Trachtenmusikkapelle Großgmain.

Anfang 2013 musste Thomas Baumgartner nach 10-jähriger Tätigkeit als Obmann dieses Amt aus beruflichen und zeitlichen Gründen niederlegen und Alexander Bäck erklärte sich bereit diese Funktion zu übernehmen.

 

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